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NW Blitz KW37 / 16.09.21

Gratis- Anzeiger; wöchentlich in alle Haushalte von Nidwalden

WIR SIND AUCH JETZT FÜR

WIR SIND AUCH JETZT FÜR SIE DA – WENN VERÄNDERTE LEBENSUMSTÄNDE KONFLIKTE SCHÜREN Im Alter verändern sich die Lebensumstände vieler Menschen noch einmal komplett. Wer plötzlich nicht mehr über sein Leben entscheiden darf oder kann, gerät mitunter in Konflikte, die ohne Hilfe von aussen kaum lösbar sind. Zwei Beispiele: Nach dem Tod ihres Mannes vor acht Jahren stand Frau Müller, damals 77 Jahre alt, in der Garage ihres Hauses und hatte die Wahl: Sollte sie das Auto, in dem sie jahrzehntelang nur als Beifahrerin sass, verkaufen oder nicht? Die Seniorin entschied, das Steuer selbst in die Hand zu nehmen und fährt seitdem mit grosser Freude. Das Auto macht sie mobil. Frau Müllers Kinder allerdings machen sich Sorgen um die Fahrtüchtigkeit ihrer inzwischen 85-jährigen Mutter. Tochter und Sohn baten die Mutter einzeln und zu zweit, das Fahren lieber zu lassen. Frau Müller ignorierte das anfangs, sieht sich aber einer zunehmend bedrohlicher werdenden Haltung ihrer Kinder gegenüber. Die wollen ihr «Führerausweis» und Auto abnehmen. Frau Müller ist ratlos: Sie möchte weiter Auto fahren und nicht mit ihren Kindern darüber streiten. Das Beispiel zeigt das Konfliktpotenzial, das in alltäglichen Lebensveränderungen steckt. In solchen Situationen, die für alle Beteiligten belastend sind, kann die Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter UBA gerufen werden. Ausgewiesene Fachpersonen klären, vermitteln und schlichten in Konfliktsituationen und suchen gemeinsam mit den Beteiligten nach annehmbaren Lösungen. Die Anlaufstelle nimmt Anliegen vertraulich unter Telefon 058 450 60 60 und per E-Mail info@ uba.ch entgegen. Die Dienstleistung ist kostenlos. Pressedienst Kontakt: Mo – Fr 14 bis 17 Uhr, Tel. 0848 00 13 13 info@uba.ch Infos: Adresse: www.uba.ch www.alterohnegewalt.ch Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter UBA Malzstrasse 10 8045 Zürich BLITZGEDANKEN Müssen wir jetzt schon wieder über das politische System der Schweiz sprechen? Offenbar schon. Denn augenscheinlich gibt es in Basel, wie wahrscheinlich auch noch in weiteren Kantonen, einen gewissen Aufklärungsbedarf unser Zweikammersystem betreffend. Während der Nationalrat bekanntlich die Bevölkerungsmenge abbildet, gibt der Ständerat die Anzahl Kantone wieder. Das hat man so gemacht, dass die eher ländlichen und kleinen Kantone überhaupt bereit waren dem Bundesstaat beizutreten. Denn diese Besonderheit, die man den Amerikanern abgeschaut hat, bewirkt, dass Nidwalden im Parlament wahrgenommen wird. Wäre dem nicht so, würden die Berner, Zürcher und Basler darüber entscheiden, wo die Randsteine in unseren Kreiseln zu liegen haben. Ich weiss, das ist eventuell nicht das beste Beispiel, um die Wichtigkeit des Zweikammersystems zu betonen, ich lasse es aber trotzdem mal so stehen. Auf jeden Fall können auch die kleinen Kantone nicht einfach so etwas im Parlament durchdrücken. Alles was im Ständerat entschieden wurde, muss auch vom Nationalrat verabschiedet werden. Kommt es zu einem Patt, ringt die Einigungskonferenz, an der beide Räte teilhaben, um einen Kompromiss. Den Baslern kann es also nicht darum gehen, die Macht der kleinen Kantone einzuschränken. Die haben eher das Problem, dass sie bei den nächsten Wahlen aufgrund eines Einwohnerschwundes einen Nationalratssitz verlieren. Eine Person weniger, die nach Bern reist. Eine Stimme weniger, die sich für den eigenen Kanton einsetzt. Und genau um das geht es. Um den Lobbyismus. Der Einfluss eines Parlamentariers misst sich an seinem Erfolg beim Lobbyieren. Je weniger Lobbyisten, desto kleiner die statistische Wahrscheinlichkeit, dass ein Kanton seine Interessen erfolgreich in Bern durchsetzen kann. Deshalb scheint es mehr als nur dreist, dass ein Kanton wie Basel-Stadt, der selber weniger als 200’000 Einwohner hat, einem Kanton wie Glarus oder Uri einen Ständerat wegnehmen will, nur um die eigene statistische Einflussmöglichkeit erhalten zu können. Immerhin verlieren sie ihren Nationalratssitz an einen anderen städtischen Kanton, nämlich Zürich. Diese kommen nun auf 36 Sitze. Zum Glück haben Zürich, Bern, St. Gallen, Aargau und die Waadt noch nicht gemerkt, dass sie zusammen (105 Sitze) alle Entscheide im Parlament blockieren könnten. Vielleicht wollen sie das gar nicht. Nicht, dass es plötzlich heisst, sie würden sich wie die kleinen Kantone gebärden, die mit ihren überproportional vertretenen Ständeräten ja seit jeher das ganze Land unterjochen. Guido Baslerläckerli

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