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NW Blitz KW06 / 11.02.21

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K(L)EINE FASNACHT IM

K(L)EINE FASNACHT IM CORONA-JAHR Die fünfte Jahreszeit fällt dieses Jahr ins Wasser. Kein Konfetti-Regen, kein Urknall-Donner, kein Ansturm auf die Kostümverleihe… Corona lässt grüssen und es kommt, wie es kommen musste: Die Kostüme bleiben im Schrank, das Werkzeug für den Wagenbau im Schuppen und man selbst am besten… zuhause. So haben sich Fasnächtler das diesjährige närrische Treiben nicht vorgestellt. Am «Schmudo» beginnt normalerweise offiziell die Fasnachts-Woche, laut und nicht zu überhören mit dem Urknall auf dem Dorfplatz. Aber bereits im Januar gibt es viele Anlässe, die dann ihren Höhepunkt in der Fasnachts-Woche finden. Es wird gefeiert, was das Zeug hält, und nebenbei natürlich der Winter ausgetrieben, denn darauf geht die Fasnacht vermutlich zurück. Auch Essen und Trinken darf bei der ganzen Feierei nicht vergessen gehen; am «Geygu Zeyschtig» darf nochmal richtig zugeschlagen werden, bevor am Aschermittwoch für die Katholiken dann die Fastenzeit startet. Mit der «Häxäverbrennete» geht dann nicht nur die Fasnachts-Woche, sondern auch die fünfte Jahreszeit zu Ende. Auch wenn die Stimmung bei den Nidwaldner Fasnachtsvereinigungen, Zünften und Guuggenmusiken sehr unterschiedlich ist, wie unsere Umfrage* gezeigt hat, zeigen doch alle durch die Bank weg Humor, Erfindungsreichtum, Solidarität und Verständnis. Zudem haben sie einige Anregungen für eine Mehr Fasnachtsbilder mit WatchThis! ‘kleine Fasnacht‘ bzw. ‘Fasnacht light‘, wie es so schön heisst. Und natürlich hoffen alle auf eine umso buntere Fasnacht 2022! *Um Wiederholungen zu vermeiden wurden die gestellten Fragen zum grössten Teil weggelassen. Die Umfrage erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da nicht alle für eine Stellungnahme erreicht werden konnten. Sonja Press WASISCHISCH? «Die Stimmung bei uns ist etwa so trüb wie das stehengelassene, letzte Bier am Aschermittwoch. Was die aktuelle Lage für uns bedeutet? Lage? Wir machen nun alles im Liegen. So legen wir Wert darauf, dass rückwärts schlafen durstig macht. Ausserdem üben wir den Handstand. Wir wollen auf alles vorbereitet sein. Virtuelle Meetings halten wir nicht ab, denn vom Schnupfen via Zoom wird der Bildschirm ganz schummrig. Wir halten uns wie immer an den Plan, keinen Plan zu haben. Und das können wir gut. Und ‘Fasnacht light‘ ist etwas für Panaché-Trinker. Das einzige Positive wird sich am Aschermittwoch zeigen: Die Waage zeigt kein Übergewicht, die Haushaltskasse ist noch gefüllt und die Ehefrau freut sich über die ungeschminkte, wenn auch wehmütige Gestalt neben sich im Bett. Wie wir die Zeit des Lockdowns nutzen? Wir fantasieren und stellen uns vor, wie goldig die Fasnacht in der Zukunft sein wird. Zudem haben einige von uns ihr Privatleben auf den Kopf gestellt. Eben: Handstand üben. Natürlich haben wir bereits Pläne für die nächste Fasnacht. Das Motto 2021 wird ausgebaut und perfektioniert und an der Fasnacht 2022 präsentiert. Die nächste Fasnacht wird wie alle anderen davor. Vou crémée! Apropos vou crémée: An dieser Stelle grüssen wir Crémée-Urs. Unser Rat für Fasnächtler in Krisenzeiten: Geh in den Keller, Bastelraum, Estrich oder wo immer du deinen Fasnachtskrimskrams versorgt hast. Verschiebe eine Ansammlung davon in deine Stube. Veranstalte dort eine Modeschau, indem du deine alten Mottos nach Lust und Laune kombinierst. Sorge dafür, dass der Spass gefilmt wird und sende den/die Film/e an alle Fasnächtler, die du kennst. Trinke dazu diverse Getränke deiner Wahl, schüttle den Hüftspeck oder spiel‘ Luftschlagzeug!» Danke, Präsident Philipp Waser! Einen ereignisreichen Fasnachtsabschluss soll es auch in 2022 wieder geben – so wie auf diesem Foto aus dem letzten Jahr

Fasnacht 2021 ALTGNOME HERGISWIL «Wir sind traurig, dass wir dieses Jahr unser Hobby nicht ausüben dürfen und vermissen die gemeinsame Zeit mit unseren Guggegspändli. Da wir uns aber unserer Verantwortung gegenüber den Mitgliedern und der Bevölkerung bewusst sind und waren, haben wir sämtliche unserer Anlässe abgesagt und pausieren 2021. Wie unser Name Alt- GNOME schon sagt, machen einige von uns schon sehr lange Fasnacht. Dies bedeutet aber auch, dass wir unter uns potenzielle Risikopatienten haben und darum haben wir konsequent die gesamte Vereinstätigkeit (Vorstand ausgenommen) lahmgelegt. Ob wir der aktuellen Situation Positives abgewinnen können? Man hat endlich Zeit, die alten Guggengwändli auszumisten (oder den Vorrats- oder Kleiderschrank, den Keller, den Estrich...). Und unser Lager hätte es schon länger nötig, mal gründlich aufgeräumt zu werden… Unsere Pläne für die nächste Fasnacht? Nach der Fasnacht ist vor der Fasnacht, egal wie viel Zeit dazwischenliegt. Wir widmen uns zwischenzeitlich unserem Repertoire und machen uns Gedanken zum nächsten Motto. Unser Tipp für die Fasnacht in den eigenen vier Wänden: Es gibt viele CDs, die man hören kann, auf Youtube sind unzählige Mitschnitte von Auftritten zu sehen und Fotos von vergangenen Fasnachten und Anlässen anzuschauen. Das lässt einen in Erinnerungen schwelgen und macht Hoffnung auf eine wieder einigermassen normale Zukunft.» Danke, Vizepatriarchin Sandra Kübler! Das aktuelle Motto der Altgnome: Nach der Fasnacht ist vor der Fasnacht BEGGO ZUNFT BECKENRIED «Je näher die Fasnachtszeit kommt, umso wehmütiger werden einige von uns. Die Stimmung ist aber grundsätzlich sehr gut. Gelegentliche Aufheiterung im Beggo-Chat trägt dazu bei. Die GV wurde schriftlich abgehalten, alle Anlässe vorläufig abgesagt. Die Anlässe ab Mitte Jahr haben wir provisorisch terminiert und werden je nach Situation im Frühling/Sommer weiterschauen. Einzig das alljährliche Zunftratsfoto wurde coronakonform via Zoom gemacht und kann auf www. beggozunft.ch begutachtet werden. Aus unserer Sicht scheint aktuell nicht mal eine ‘Fasnacht light‘ möglich. Organisiert ist lediglich, dass der einzige Fasnachtsbög, den wir antreffen werden in unserer Nase zu finden ist, und den einzigen Kater, den wir haben werden, zu Hause in der Stube hockt. Der coronakonforme Beggo-Umzug 2021 kann auf unserer Facebookseite bewundert werden.» Fasnächtler sind für ihre optimistische Lebenseinstellung bekannt. Was könnt ihr der aktuellen Situation Positives abgewinnen? «Wir haben unsere Budgetausgaben dermassen unterschritten, dass wir beschlossen haben, die Fasnacht 2022 um eine Woche zu verlängern. Das bedeutet für den Terminkalender: 1x Tagwach – 2x Schmudo – 2x Fasnachtssamstag – 1x Uislumpätä, wir starten dafür eine Woche früher. Zudem nutzen wir die Zeit und forschen an der Kreuzung einer neuen massiv grösseren, handlicheren Auswurforange. Ziel ist es, die jahrelange Fehde mit dem Frohsinn Stans bezüglich Orangengrösse ein für alle Mal zu regeln. Schliesslich ist der Beckenrieder Orangenmost nach wie vor der Echte!» Zum Schluss bitte noch ein Tipp, wie man als Fasnächtler in 2021 doch noch glücklich werden kann! «Die ganze Fasnachtswoche wird nur Guggenmusik gehört und man sieht sich Aufzeichnungen von Umzügen an. Andere Musik und Fernsehen ist verpönt, Netflix gar verboten! Es wird nur alle zwei Tage geduscht. Die ganze Woche steht Kaffeeschnaps auf dem Herd und vor dem Schlafengehen gibt’s noch einen Gin oder grünen Wodka. Die Kinder dürfen in der Wohnung Konfetti grosszügig verteilen. Staubsaugen verboten – Laubbläser erwünscht. Dass man sich in dieser Zeit durchgehend verkleidet ist Ehrensache (die CH ist ja eh‘ im Homeoffice). PS: Coronaregeln einhalten: jeder feiert in seiner Ecke, Hände regelmässig waschen – bitte unbedingt nach dem Toilettenbesuch, gründlich desinfizieren – äusserlich und innerlich mit Hochprozentigem. Bitte fangt keine alternativen Hobbys an – unsere geliebte Fasnacht ist schon bald wieder zurück!» Danke, Schreiber Peter Zwyssig! Beggomutter mit Beggolino

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