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NW Blitz KW 20 / 17.05.18

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PR FRÜHLING IM GARTEN

PR FRÜHLING IM GARTEN – MIT DEM PROFIL VON WALTER JOLLER, LANDSCHAFTSGÄRTNER AUS GISWIL Endlich ist der Frühling da! Nicht nur Tulpen, Osterglocken und Narzissen schiessen aus dem Boden! Der Garten erwacht, und mit dem Erwachen macht sich bereits auch schon das erste Unkraut breit. Nebst dem Jäten fallen nun die Frühlings-Arbeiten im Garten an. RASEN UND HECKEN Es ist die richtige Zeit, den Rasen zu vertikutieren. Der Boden wird durchlüftet, angewachsenes Moos durchrecht und entsorgt, der Rasen somit ausgeglichen. «Es kann sein, dass nach dieser Behandlung der Rasen etwas ‹zerrupft› aussieht», erzählt Walter Joller, der zurzeit alle Hände voll mit Rasen zu tun hat: «Manchmal ist es notwendig, kahle Stellen nachzusäen. Der Frühling ist Dank der sanften Regenfälle und der milderen Temperaturen die geeignetste Jahreszeit dazu. Die Sommerhitze hingegen würde den keimenden Rasen mit Leichtigkeit verbrennen. Ein- bis zweimal düngen im Jahr ist wichtig», meint der Garten-Fachmann. Und weiter erklärt er: «Ob man Hecken im Herbst oder Frühling zurechtschneidet, spielt eigentlich keine besondere Rolle – Hauptsache, man wendet sich ihnen regelmässig im Ein- oder Zweijahreszyklus zu. Das Zurückschneiden gibt ihnen nicht nur die gewünschte elegante Form, sondern auch eine bessere Belichtung zurück, damit sie sich wieder neu aus sich herauszuschöpfen und sich auszurichten vermögen.» RABATTEN Je nachdem reicht es, die Rabatten einfach durchzujäten, verdorrte Stauden auszuschneiden und Überreste vom Herbst, wie zum Beispiel Schutz-Laub, wegzuräumen. Manchmal aber ist eine Neu- oder Umgestaltung wünschenswert. Zuerst soll der Boden vorbereitet und wenn nötig mit neuer Erde oder Komposterde aufgefüllt werden. Bei der Wahl und dem Einbringen der Pflanzen lässt man sich gerne von Walter Joller beraten: die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. In einem persönlichen Gespräch eruiert er die Vorstellungen und Bedürfnisse des Garten-Kunden und versucht, aus der Vielfalt das auf den Kunden Individuelle vorzuschlagen. Dabei äussert er sich über die Wichtigkeit des eigenen Gartens als Kraftort. Dieser sei ein erweiterter Lebensraum und solle so gestaltet sein, dass die Bewohner sich jederzeit zur Erholung dorthin zurückziehen und Kraft tanken können. Jeder Mensch habe seinen eigenen inneren Garten, und dementsprechend könne der äussere Garten eingerichtet werden. Soll die Bepflanzung als Sichtschutz dienen, wählt Walter Joller gezielt Pflanzen der grosswüchsigen Gattung, beliebt seien Koniferen. Kombiniert mit kleineren Stauden wie beispielsweise Schafgarbe, Echinacea, Stockrose, Margerite oder Rittersporn, um nur einige wenige zu nennen, entstehe Harmonie. Letztere haben ihren Vorteil in der Mehrjährig- und Pflegeleichtigkeit. Sie verdorren auf natürliche Weise im Herbst, «ziehen sich in den Boden zurück», und die abgestorbenen Überbleibsel können einfach entsorgt und kompostiert werden. Unzähligen davon spricht man eine Heilwirkung zu, wie etwa der Schafgarbe eine reinigende. Bei der Gestaltung könnten auch Tiere, wie Fledermäuse oder Vögel in Form von Anbringen eines Fledermauskastens oder Vogelhäuschens, einbezogen werden. Im Speziellen achtet Walter Joller bei den Blumen, Kräutern und Sträuchern darauf, dass sie bienen-, insekten- und schmetterlingsfreundlich sind und wenn möglich einheimisch. Sein Geschäfts-Stützpunkt und Wohnort befinden sich an

einem erhöhten Sonnenhang inmitten eines intakten Naturgebietes, umgeben von wilder Bergflora, ob Giswil. Inspiriert durch die täglichen Beobachtungen der Tier- und Pflanzenwelt, im Zusammenhang mit den verschiedenen Witterungen, absolvierte der Landschaftsgärtner 2014 bis 2017 die Imker-Ausbildung. Seither betreut er einige Bienenvölker, die ihm einerseits die Lebenswichtigkeit der Bienen im Ökosystem bestätigen und zur Gaumenfreude einige Kilo Honig liefern. Bienenfreundliche Pflanzen nennt man «Trachtenpflanzen». Sie sind speziell pollen- und nektarinhaltig mit offenen Kelchen und somit gut zugänglich für Bienen und Schmetterlinge. Im Kontext erinnert sich Walter Joller an die zunehmende Nachfrage von Steingärten. Wenn es den Gartenbesitzern altershalber oder berufsbedingt nicht mehr möglich ist, die erforderlichen Pflege-Arbeiten ihres Gartens zu bewältigen, kommt nicht selten die Alternative einer Steinrabatte ins Spiel. Steine sollen pflegebedürftige Pflanzen ersetzen und letztlich Arbeitserleichterung bringen. Das kann wohl in vielen Fällen nachvollziehbar, aber in Anbetracht der Insektenwelt und des damit verbundenen Ökokreislaufes nicht von Vorteil sein. Die Steinzwischenräume werden ebenso durch die Luft unerwünscht mit Unkraut besamt und zu Winkeln für Unrat wie Laub werden. Somit ist auch eine Steinrabatte nicht vollständig vor Jäten oder Anwendung von Chemie gefeit. Wird die Anlegung einer Steinrabatte realisiert, könnte gezielt auch die Bepflanzung der Zwischenräume mit Trachtenpflanzen in Betracht gezogen werden, rät der Bienenfreund. NUN, WO UND WIE HAT SICH DER VERSIERTE LANDSCHAFTSGÄRT- NER SEIN RÜSTZEUG GEHOLT? Der gebürtige Stanser absolvierte als Grundlage die dreijährige Lehre des Landschaftsgärtners bei der Gärtnerei Kuster in Stans. Bald darauf folgte er seinen Interessen und besuchte berufsbegleitend die Naturheilschule. Dort eignete er sich wichtige Kenntnisse über Homöopathie, Bachblüten und andere Natur-Bereiche an. Diese sollen ihn künftig durch seine ganze Laufbahn inspirieren und prägen. Seine gestalterischen Fähigkeiten bildete er in der später besuchten Gestaltungs- und Formschule in Luzern aus. Auch in diesem Bereich schaffte er sich Praxis, indem er eine Zeitlang in der Werbebranche arbeitete. «Zwischendurch» wirkte er als Kirchensigrist und profitierte gleichzeitig davon, die Diakonen-Ausbildung zu besuchen. Sein Weg führte ihn dann in den Pädagogischen Bereich an seine letzte Arbeitsstelle: während vierzehn Jahren begleitete, betreute und führte er Menschen im «Weidli» als Gruppenleiter, von wo er sich vor zwei Jahren verabschiedete. Dann kehrte er zu seinem ursprünglichen Beruf des Landschaftsgärtners zurück, einem seiner Lebens-Leitsätze folgend: «Wissen kann dir keiner nehmen, darauf aufzubauen ist wunderbar!». Der Kreislauf scheint sich für Walter Joller geschlossen zu haben. Er steht wieder mit beiden Beinen da, wo er angefangen hat. Beatrice Agnes Odermatt KONTAKT Telefon 079 377 88 46 info@gartenjoller.ch www.gartenjoller.ch

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